Telemedizin & Telemonitoring

Telemonitoring

Unser Telemedizin-Zentrum am Klinikum rechts der Isar setzt telemetrische Medizin erfolgreich zur Betreuung diverser Krankheitsbilder ein.​

Besonders intensiv widmen wir uns dabei dem (Home-) Monitoring im Kontext der kardialen Device-Therapie. Zusätzlich zur Nachsorge von implantierten kardialen Geräten in unserer Klinik (vor Ort) bieten wir dabei die Möglichkeit des telemedizinischen Monitorings für Patient*innen mit implantierten kardialen Aggregaten sowie externen Messgeräten.​

Während des Monitorings werden in regelmäßigen Intervallen die Daten des implantierten oder externen Gerätes – vergleichbar mit einer stationären Nachsorge – abgefragt und verschlüsselt an unsere Telemetrie-Einheit übertragen. Dort überprüft unser fachkundiges Team die eingegangen Daten. Etwaige Rhythmusstörungen oder negative Trends werden ebenso vom Gerät an das System gemeldet. Die gewonnenen Daten und ein entsprechender Befund werden nahtlos in unser Kliniksystem und die Patientenakte integriert. Bei auffälligen Befunden erfolgt innerhalb eines Tages eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Patienten durch unser Team, gegebenenfalls wird eine weitere Abklärung eingeleitet.​

Die Überwachung und Therapiesteuerung mittels des Monitorings ermöglicht uns, insbesondere bei Menschen, die unter schweren chronischen Erkrankungen wie beispielsweise der Herzinsuffizienz leiden, durch frühzeitiges medizinisches Eingreifen eine notwendige Krankenhauseinweisung zu vermeiden. Damit können wir präventiv potenziellen negativen Krankheitsverläufen entgegenwirken und eine optimale Versorgung sicherstellen.​

Unser Monitoring-Angebot steht sowohl unseren internen  Patienten als auch externen Patienten, die durch ihren PBA (Primär behandelnden Arzt/Ärztin) an uns verwiesen werden, zur Verfügung.

Historie des Telemedicine Center

Ein Remote Monitoring (Tele-Monitoring) interner Devices ist seit über 10 Jahren technisch möglich und wird von allen Device Firmen angeboten.

Seit 2017 werden im Klinikum rechts der Isar die Device Nachsorgen sowohl in der Schrittmacherambulanz als auch telemedizinisch im Home Monitoring aller Hersteller (Abbott, BIOTRONIK, Boston Scientific, Medtronic & Zoll LifeVest) an das Klinik-System übertragen und in der elektronischen Patientenakte gespeichert. In diesem Schritt wurde das Telezentrum gegründet. Die Telemedizinische Fernüberwachung findet 7 Tage die Woche statt, die Bearbeitung von Alarmen und Remote-Follow-ups erfolgt SOP basiert.

2018 - Kooperationsvereinbarungen mit Arztpraxen zur Fernüberwachungen interner Devices 

2020-2022 etablierte das Telezentrum eine 24/7 Überwachung von COVID-positiven Patienten in häuslicher Isolation mit mobilen Sensoren ( SpO2, Herzfrequenz, Temperatur, Atemfrequenz).

2022 - seit dem G-BA Beschluss, werden Patienten mit einer Herzinsuffizienz mittels externer Devices überwacht

2023 - Ausweitung des COVID Projektes auf Patienten mit akuten Infektionen des Respirationstrakts. Die Messungen und Televisiten finden weiterhin an 7 Tagen die Woche statt.

2024 – Start des Tele-EMCU Projekt in Varel

Weiterhin besteht eine breite Integration von Sensor-Gerätedaten in die Klinik IT-Infrastruktur und Bereitstellung von Daten für angeschlossene Kliniken und Praxen in der intersektoralen Versorgung (z.B.ePA, Webservice)

   

Aktueller Info-Ticker

April 2024

Als erstes Telemedizin-Zentrum in Deutschland unterstützen wir, das Telezentrum am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, das St. Johannes Hospital in Varel bei der Versorgung von Notfallpatienten. Das Projekt Tele-Emergency-Unit (Tele-EMCU) ist erfolgreich gestartet.

Die ersten Patienten konnten erfolgreich telemedizinisch behandelt werden. Somit konnten wir einen elementaren Beitrag zur Notfallversorgung in Varel(link is external) leisten.